CAS Responsible AI
Start: 19.03.2027
Abschluss: Certificate of Advanced Studies (CAS)
ECTS: 20
Dauer: rund 4 Monate
Abschlussarbeit: Projektarbeit
Ort: Luzern (Präsenz, hybrid besuchbar) & online
Studienbeitrag: 8'500,- CHF, Ratenzahlung möglich
Änderungen vorbehalten / Stand 14.08.2026
Überblick: Darum geht es
KI-Vorhaben werden von Führungskräften und Entscheidern verantwortet – doch oft fehlt die Orientierung, um die richtigen Vorgaben – rechtlich, ethisch und technisch – einzufordern und ihre Erfüllung zu beurteilen. Genau hier setzt der CAS an.
In vier Monaten können Sie drei Dinge: die richtigen Vorgaben für ein KI-Vorhaben einfordern, ihre Erfüllung beurteilen und Verantwortung dauerhaft in Ihrer Organisation verankern – ethisch fundiert und ohne technisches Detailwissen.
Drei Ebenen der Verantwortung
Verantwortung endet nicht bei Haltung und Regeln – sie umfasst auch die technische Seite (Ist das System fair? Sicher? Verlässlich?). Der CAS deckt alle drei Ebenen ab; die technische zielt auf Ihr Urteil und Ihre Anforderungen an Anbieter, nicht aufs Programmieren.
Sie führen ein eigenes KI-Vorhaben Schritt für Schritt durch einen anerkannten Verantwortungs-Kreislauf – Ziele setzen, Vorhaben verstehen, Risiken messen, steuern – und bauen dabei Ihr Dossier auf. Eine «Ethik-Linse» begleitet jede Station.
Ihr Nutzen im CAS Responsible AI
Orientierung für Entscheider
Sie fordern die richtigen Vorgaben ein und beurteilen, ob sie erfüllt sind – fundiert, ohne technisches Detailwissen.
Ethisch fundierte Urteilskraft
Sie begründen den Einsatz von KI ethisch und erkennen «Ethik» als Feigenblatt, wenn Sie es sehen.
Technisches Verantwortungs-Urteil
Sie verstehen die technische Seite der Verantwortung so weit, dass Sie die richtigen Nachweise von Anbietern verlangen.
Wirkung in der Organisation
Sie verankern Verantwortung dauerhaft – und nehmen ein sofort anwendbares Dossier mit.
Fragen, die dieser CAS beantwortet:
- Ist unser KI-Einsatz fair, transparent und rechtssicher – und ist er auch richtig?
- Wie riskant ist unser Vorhaben aus Sicht des EU-KI-Gesetzes?
- Was gilt in der Schweiz – und wann betrifft uns das EU-KI-Gesetz trotzdem?
- Wer haftet, wenn ein KI-System Schaden anrichtet?
- Welche Nachweise müssen wir von Anbietern verlangen?
- Wie verankern wir Verantwortung dauerhaft in der Organisation?
Merkmale des Ansatzes
- Klarer Aufbau je Kurstag: Kurzer theoretischer Input in Alltagssprache.
- Handlungsorientiert: Anwendung an Ihrem eigenen Vorhaben (Werkstatt, Simulation, Planspiel).
- Greifbare Ergebnisse: Konkrete Lernergebnisse und ein Baustein für Ihr Responsible-AI-Dossier.
Voraussetzungen
Sie brauchen keine technischen Vorkenntnisse – entscheidend sind Ihre Rolle und Ihr Interesse, KI verantwortungsvoll mitzugestalten.
Sie sind unsicher, ob der CAS zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne persönlich: info@ikf.ch
Upgrade
Der CAS lässt sich mit weiteren CAS und einer Master Thesis zu einem Executive MBA ausbauen. Er ergänzt den CAS Chief AI Officer ideal: Wo dieser fragt «Wie nutzen wir KI strategisch?», fragt der CAS Responsible AI «Wie tun wir das verantwortungsvoll?».
Zielgruppe
In erster Linie für Führungskräfte und Entscheider, die KI-Vorhaben verantworten – ergänzt um die Rollen, die sie dabei unterstützen.
Konkret angesprochen sind:
Führungskräfte & Entscheider (Geschäftsleitung, Bereichsleitung, Verwaltungsräte) als Verantwortliche von KI-Vorhaben; Fach- & Projektverantwortliche, die Verantwortung in konkreten Vorhaben umsetzen; Governance-, Risiko- & Compliance-Rollen, die Verantwortung operativ verankern (auch Datenschutz, Recht, interne Revision). Darüber hinaus sind alle willkommen, denen der verantwortungsvolle Umgang mit KI in ihrer Organisation ein echtes Anliegen ist.
Lehrplan CAS Responsible AI
19.03.2027 – 26.06.2027
11 Kurstage – 7 Präsenztage in Luzern (auch online besuchbar) und 4 Online-Halbtage, davon ein ganzer Tag für die ethische Reflexion. Persönliche Coaching-Einheiten inklusive. Zwischen den Blöcken arbeiten Sie an Ihrem eigenen Vorhaben – mit KI-Unterstützung, die Sie kritisch prüfen. Keine Vorkenntnisse nötig; jeder Kurstag sagt zuerst in Alltagssprache, was Sie können und mitnehmen.
(Änderungen vorbehalten; wir aktualisieren die Inhalte bis zum Kursstart laufend.)
1 · Grundlagen: Klartext & Ethik
| Ethik & Philosophie · Führung |
Fr, 19.03.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Was heisst «verantwortungsvolle KI»? Und Ihr ethisches Denkwerkzeug
Ihre Frage: Unser KI-Einsatz ist erlaubt – aber ist er auch richtig? Sie lernen, worüber alle reden, wenn sie von verantwortungsvoller KI sprechen – und bekommen ein einfaches Denkwerkzeug, um zu entscheiden, ob ein KI-Einsatz nicht nur erlaubt, sondern auch richtig ist. Input (Theorie): Begriffliche Schärfe (verantwortungsvolle vs. «ethische»/«vertrauenswürdige» KI); die sieben Lesarten von «Responsible AI»; normative Ethik-Theorien (Pflichten, Folgen, Haltung); Menschenwürde. Das tun Sie: Sie wenden das Entscheidungsraster gemeinsam auf einen echten Zweifelsfall an (kollegiale Fallberatung). Nach diesem Kurstag können Sie: |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
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14.08.26
Luzern
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ab 16.45 | Apéro |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
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| Technik (verständlich) |
Sa, 20.03.27
Online
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13.30–16.45 |
KI verstehen & Ihr Vorhaben wählen
Ihre Frage: Was kann diese KI wirklich – und was rede ich mir nur ein? Sie verstehen in Alltagssprache, was heutige KI wirklich kann und wo ihre Grenzen liegen – ohne Mathematik – und wählen das Vorhaben, das Sie durch den ganzen Kurs begleitet. Input (Theorie): Wie heutige KI funktioniert – maschinelles Lernen, Sprachmodelle, generative und selbstständig handelnde KI (ohne Mathematik); die rechtliche KI-Definition. Das tun Sie: Sie beschreiben Ihr eigenes Vorhaben – mit KI-Unterstützung, die Sie anschliessend kritisch prüfen. Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Ihr Vorhaben klar beschrieben, mit einem ersten Reifecheck. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
2 · Zweck, Werte & Risikoklasse
| Ethik · Recht |
Fr, 16.04.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Zweck, Werte & Betroffene · Risikoklasse
Ihre Frage: Wen trifft unser KI-Einsatz – und wie riskant ist er vor dem Gesetz? Sie klären, welche Werte in Ihrem Vorhaben auf dem Spiel stehen, wen es betrifft – und wie riskant es aus Sicht des EU-KI-Gesetzes ist, das auch viele Schweizer Organisationen betrifft. Input (Theorie): Werte bewusst gestalten (Design-for-Values); Menschenrechte und Betroffenen-Landkarte; die Risikoklassen des EU-KI-Gesetzes. Das tun Sie: Sie stufen Ihren Fall ein und begründen die Einstufung vor der Gruppe (Entscheidungs-Simulation). Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Eine Werte- und Betroffenen-Landkarte plus die rechtliche Risikoklasse Ihres Vorhabens. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
| Technik |
Sa, 17.04.27
Online
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13.30–16.45 |
Fairness, Verzerrung & Nachvollziehbarkeit
Ihre Frage: Behandelt unsere KI alle fair – und verstehen wir überhaupt, warum sie so entscheidet? Sie erkennen, wie KI unfair werden kann und wie weit man ihren Entscheidungen «in den Kopf schauen» kann – und wo die Grenzen liegen. Input (Theorie): Wie Verzerrungen (Bias) entstehen; konkurrierende Fairness-Begriffe; Nachvollziehbarkeit und ihre Grenzen. Das tun Sie: Sie lassen eine KI eine Einschätzung erstellen und decken deren blinde Flecken selbst auf. Nach diesem Kurstag können Sie: |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
3 · Risiken & Vertrauenswürdigkeit
| Ethik · Recht · Technik |
Fr, 23.04.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Risiken erfassen & Vertrauenswürdigkeit prüfen
Ihre Frage: Woher weiss ich, dass ich den Prüfergebnissen eines Anbieters trauen kann? Sie erfassen die Risiken Ihres Vorhabens systematisch und lernen, Test- und Prüfergebnisse zu lesen, statt sie glauben zu müssen – inklusive der technischen Seite der Verantwortung. Input (Theorie): Systematisches Risikoprofil (12 Kategorien); technische Verantwortung – Sicherheit gegen Unfälle vs. gegen Angriffe, Robustheit, nachweisbarer Datenschutz; Prüfergebnisse lesen. Das tun Sie: Sie erstellen die Risiko-Landkarte für Ihren Fall und lesen gemeinsam echte Prüfberichte. Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Eine priorisierte Risiko-Landkarte Ihres Vorhabens. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
| Technik |
Sa, 08.05.27
Online
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13.30–16.45 |
Wenn KI selbstständig handelt
Ihre Frage: Darf ich einer KI eine (Vor-)Entscheidung überlassen, die das Leben von Menschen betrifft? Sie verstehen, was neu und riskant wird, sobald KI selbstständig handelt – und wann ein Mensch eingreifen können muss. Sie sehen, wie führende Anbieter Verantwortung schon in die Technik einbauen – und welche Nachweise Sie verlangen können. Input (Theorie): Selbstständig handelnde («agentische») KI und ihre neuen Risiken (versteckte Angriffe, Tempo-Problem); menschliche Kontrolle; gezieltes Testen (Red-Teaming). Das tun Sie: Sie versuchen in einer Übung selbst, ein KI-System auszutricksen, und leiten Schutzmassnahmen ab. Nach diesem Kurstag können Sie: |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
4 · Ethische Reflexion – die tragende Säule
| Ethik & Philosophie |
Sa, 15.05.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Gerechtigkeit, Macht & ehrliche Verantwortung
Ihre Frage: Ich muss Mitarbeitende entlassen, deren Arbeit KI übernimmt – ist das vertretbar? Sie treten einen Schritt zurück und prüfen ehrlich: Wer profitiert, wer trägt die Lasten – und würde ich diesen KI-Einsatz öffentlich rechtfertigen? Input (Theorie): KI-Gerechtigkeit und Ungleichheit; digitale Kluft; Demokratie und Deepfakes; Verantwortungslücken; Menschenwürde als Grenze; Ethik-Washing. Das tun Sie: Sie spiegeln Ihr Vorhaben in der Gruppe und schärfen Ihre roten Linien (kollegiale Fallberatung). Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Ihr begründetes ethisches Urteil mit klaren roten Linien. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
5 · Steuern & Verantwortung verankern
| Recht & Steuerung · Technik |
Sa, 29.05.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Was das Gesetz verlangt – und was Sie von Anbietern fordern
Ihre Frage: Was muss ich rechtlich wirklich tun – und was fordere ich, bevor ich kaufe? Sie wissen, was das EU-KI-Gesetz und die entstehende Schweizer Regulierung konkret von Ihnen verlangen – und welche Nachweise Sie von Ihren Anbietern einfordern müssen, bevor Sie kaufen. Input (Theorie): Pflichten des EU-KI-Gesetzes und der entstehenden Schweizer Regulierung (Umsetzung der Europarats-KI-Konvention); Grundrechte-Folgenabschätzung; Nachweise und Anbieter-Prüfung; Governance-Landkarte. Das tun Sie: Sie üben in einem Rollenspiel, Vorgaben gegenüber einem Anbieter einzufordern und zu beurteilen. Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Eine Folgenabschätzung, ein Massnahmenplan und eine Anbieter-Anforderungsliste. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
| Führung & Organisation · Recht |
Sa, 12.06.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Verantwortung dauerhaft verankern
Ihre Frage: Wie wird aus dem Einzelfall ein dauerhaftes Programm – wer entscheidet bei uns was? Sie machen aus dem Einzelfall ein dauerhaftes Programm: Wer entscheidet was, welche Regeln gelten – und wie reif ist Ihre Organisation heute? Input (Theorie): Betriebsmodell und anerkannte Management-Standards; ethische Führung; KI-Kompetenz in der Organisation; Reifegrad und Fahrplan. Das tun Sie: Sie entscheiden in einem Planspiel in verteilten Rollen (Geschäftsleitung, Verantwortliche, Datenschutz, Ethik-Gremium) einen heiklen Fall. Nach diesem Kurstag können Sie: Sie nehmen mit: Eine Rollen- und Regel-Skizze, eine Reifegrad-Einschätzung und ein Fahrplan. |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
Horizont & Abschluss
| Ethik & Philosophie |
Fr, 18.06.27
Online
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13.30–16.45 |
Der Blick nach vorn (optional)
Ihre Frage: Was bedeutet es für uns alle, wenn KI immer besser wird? Sie ordnen die grossen Zukunftsfragen rund um KI ein – als Denkanstoss, nicht als Pflichtstoff. Input (Theorie): Grundsätzliche Zukunftsfragen: moralischer Status von KI, technologische Singularität, Mensch-Roboter-Interaktion. Das tun Sie: Sie positionieren sich zu einer grundsätzlichen Streitfrage. Nach diesem Kurstag können Sie: |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
| Alle · Studienleitung |
Sa, 26.06.27
Luzern
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09.15–16.45 |
Abschluss: Präsentation & Austausch
Ihre Frage: Wie vertrete ich mein Urteil überzeugend vor anderen? Sie präsentieren Ihr begründetes Urteil zu einer echten Streitfrage aus Ihrem Vorhaben – und nehmen konkrete nächste Schritte mit. Input (Theorie): Präsentation und strukturiertes Peer-Review; Brücke vom Dossier zur Projektarbeit. Das tun Sie: Sie stellen Ihre Vertiefungsfrage vor und geben sich gegenseitig Rückmeldung. Nach diesem Kurstag können Sie: |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
|
14.08.26
Luzern
|
ab 16.45 | Apéro |
Dietmar Treichel, MBA
Yannick Treichel |
Zusammenfassung
Studienleitung